Gebannte und eingeschränkte Karten – 10. August 2026
Standard
Dachsmaulwurf-Junges ist gebannt.
Sturmjägertalent ist gebannt.
Gran Gran ist gebannt.
Pioneer
Keine Änderungen.
Modern
Keine Änderungen.
Legacy
Das Fantasticar ist gebannt.
Vintage
Das Fantasticar ist eingeschränkt.
Pauper
Keine Änderungen.
Alchemy
Keine Änderungen.
Historic
Keine Änderungen.
Timeless
Keine Änderungen.
Brawl
Keine Änderungen.
Kompetitives Brawl
Keine Änderungen.
Änderungen sind ab dem 10. August 2026 gültig. Schau dir die nach Format sortierte Liste aller gebannten und eingeschränkten Karten an.
Nächste Ankündigung: 12. Oktober 2026
Hallo zusammen!
Ich heiße Carmen Klomparens und bin Senior Game Designer im Team für Play Design von Magic. Nach der aufregenden Modern Pro Tour in Amsterdam vor ein paar Wochen blicken wir nun in Richtung Standard, dem Format für die kommende Saison der Regional Championship Qualifier. Doch nicht nur Standard steht im Rampenlicht – wir sprechen auch über einige der beliebtesten Formate von Magic.
Wie immer werden wir morgen, am 11. August, um 10 Uhr PT (19 Uhr MESZ) auf twitch.tv/magic bei WeeklyMTG sein, um diese Änderungen zu besprechen und Fragen zu beantworten. Zur Erinnerung: Die nächste Ankündigung zu gebannten und eingeschränkten Karten gibt es am 12. Oktober 2026. Wir haben heute viel vor, also fangen wir an!
Inhaltsverzeichnis
Standard
Von Jadine Klomparens
Dachsmaulwurf-Junges ist gebannt.
Sturmjägertalent ist gebannt.
Gran Gran ist gebannt.
In den letzten Monaten wurde Standard von zwei Strategien dominiert, die deutlich die Nase vorn haben: Strategien auf Basis des Dachsmaulwurf-Jungen in grünen Decks und verschiedene Decks, die blau-rote Nichtkreatur-Zaubersprüche einsetzen. Lange Zeit war der Unterschied zwischen diesen beiden Strategien und dem Rest des Formats zwar erkennbar, aber nicht unüberwindbar, und viele Decks konnten jedes Wochenende Erfolge feiern.
Das Standard-Metagame war vielfältig und hat sich im Laufe der Zeit verändert. Grüne Decks entwickelten sich von Ouroboroid-Decks zu Rhythmus der Natur und schließlich zu Landung-Decks. Blau-rote Decks haben sich in Izzet Prowess, Izzet Lessons und Izzet Spellementals gespalten. Es tauchten sogar neue Decks wie Mardu Discard und vierfarbige Kontrolldecks auf. Während dieser Zeit gab es bei Standard zwar einige Probleme, insgesamt war das Format jedoch stabil, und wir entschieden uns, bei unseren Aktualisierungen keine Karten zu bannen oder einzuschränken.
In letzter Zeit hat sich der Abstand zwischen den Spitzendecks und dem Rest vergrößert. Die größte Entwicklung sind Decks mit dem Dachsmaulwurf-Jungen, die sich unter dem Namen „Selesnija-Offensive“ als stärkste grüne Variante behaupten konnten. Wie bisherige Varianten mit dem Rhythmus der Natur konzentriert es sich darauf, das Spiel mit der Einstudierten Offensive aus Geheimnisse von Strixhaven so schnell wie möglich zu beenden. Diese Version ist dank ihrer Länder und der Widerstandskraft ihrer Kreaturen – darunter eine fluchsichere Bedrohung wie Leatherhead, Sumpfpirscherin – widerstandsfähiger und schwerer anzugreifen.
Kompetitives Magic hat sich in den letzten zwei Monaten hauptsächlich auf Modern verlagert. Die Saison der Modern Regional Championship Qualifier (RCQ) und die Pro Tour Magic: The Gathering | Marvel Super Heroes haben den Wettbewerbsdruck am meisten zu spüren bekommen. Aus diesem Grund gab es keine Pro-Turniere, bei denen sich Selesnija-Offensive als erfolgreich erweisen konnte. Unsere Einsicht in die Struktur des Standard-Metagames ist weniger klar, als wenn Standard unter höherem kompetitiven Druck stehen würde.
Trotz des Mangels an Einsichten aus physischen Turnieren ergeben unsere Daten aus MTG Arena ein eindeutiges Bild. Selesnija-Offensive hat bei weitem die höchste Siegquote und gewinnt mehr als 57 % der Matches – und sie hat die zweithöchste Spielquote. Normalerweise sinken die Siegquoten, wenn die Spielquoten steigen. Decks, die sowohl hohe Siegquoten als auch hohe Spielquoten aufweisen, stellen eine große Gefahr für das Gleichgewicht der Formate dar. Das Gesamtprofil von Selesnija-Offensive in unseren Daten ähnelt stark dem von Vivi Orunitia und Agathas Seelenkessel, als wir Vivi Orunitia gebannt haben.
In den meisten Fällen, wenn ein neues Deck mit einer hohen Siegquote an Fahrt gewinnt, ist das kein Grund zur Beunruhigung. Es dauert einige Zeit, bis Spieler herausfinden, wie sie sich gegen die neue Strategie wappnen können, und ihr Sideboard und ihre Taktik entsprechend anpassen. In diesem Fall ist Selesnija-Offensive kein brandneues Deck. Es ist eine Weiterentwicklung eines der Grundpfeiler des Formats und stellt ein neues Gleichgewicht zwischen Widerstandskraft und Geschwindigkeit dar, das nur wenige Schwachstellen aufweist. Die Kombination aus einer dauerhaft hohen Sieg- und Spielquote in unseren Daten sowie der vergangenen Dominanz des Dachsmaulwurf-Jungen ist besorgniserregend.
Anstatt auf die kommende Standard-RCQ-Saison zu warten, um zu beweisen, dass Selesnija-Offensive für physische Standard-Spiele problematisch ist, haben wir beschlossen, sofort zu handeln. Wir nehmen gebannte Karten in Standard sehr ernst. Bei Änderungen an Standard gehen wir generell eher konservativ vor. Für die langfristige Spielbarkeit ist es wichtig, dass Standard stabil bleibt. Das Risiko, dass das Standard-Format äußerst unausgeglichen wird und keinen Spaß mehr macht, ist hoch genug, dass wir sofort einschreiten. Mit den heutigen Änderungen wollen wir sicherstellen, dass Standard ein unterhaltsames und abwechslungsreiches Format bleibt, wenn der kompetitive Druck zurückkehrt.
Das Dachsmaulwurf-Junge ist die eindeutige Wahl, um aus Selesnija-Offensive gebannt zu werden. Das Dachsmaulwurf-Junge ist seit dem Release eine ungeheuer mächtige und formatprägende Karte im Standard-Format. In früheren Ankündigungen haben wir bereits ausführlich darüber gesprochen. Es ist eine billige Bedrohung, die eine sofortige Reaktion erfordert und es ihrem Spieler ermöglicht, einen unüberwindbaren Mana-Vorteil aufzubauen. Der Druck, den das Dachsmaulwurf-Junge auf Decks ausübt, damit diese auf eine Zwei-Mana-Kreatur reagieren können, zwingt sie dazu, großen Wert auf Manaeffizienz zu legen, und verkürzt das Format auf eine nachteilige Weise. Ohne das Dachsmaulwurf-Junge wird Standard mehr Spaß machen und hat mehr Freiraum.
Laut unseren Daten hat Standard in Bezug auf den Metagame-Anteil drei deutlich hervorstechende Top-Decks. Über das beste Deck (hinsichtlich der Siegquote) haben wir bereits ausführlich gesprochen: Selesnija-Offensive. Die beiden anderen am meisten gespielten Decks sind Jeskai Lessons und Izzet Prowess, welche die blau-rote Seite der historischen Gegensätzlichkeit der aktuellen Standard-Umgebung repräsentieren. Um zu verhindern, das eines dieser bestehenden Decks nach dem Bannen des Dachsmaulwurf-Jungen den Platz des Top-Decks im Format übernimmt, haben wir entschieden, auch eine Karte von Izzet Prowess und eine von Jeskai Lessons zu bannen.
Izzet Prowess ist seit einiger Zeit das stärkste der vielen blau-roten Decks. Es handelt sich um ein schnelles und aggressives Deck, mit dem man die Partie früh gewinnen und gleichzeitig ein hohes Maß an Interaktion aufrechterhalten kann. Unsere Beobachtungen von Izzet Prowess im aktuellen Standard-Format haben gezeigt, dass wir bei Bravour und Karten, die günstige Zaubersprüche belohnen, in einem dreijährigen Standard-Zyklus überlegter vorgehen müssen. Eine größere Kartenauswahl ermöglicht mehr billige Zaubersprüche. Das Sturmjägertalent ist die Schlüsselkarte in Izzet Prowess – und die Karte, die wir bannen werden.
Beim Sturmjägertalent handelt es sich um eine Ein-Mana-Karte, dank der das Deck schnell in die Partie startet und deren Interaktion mit den Bumerang-Grundlagen für eine starke Endphase sorgt. Diese Kombination aus Stärke in der frühen und späten Spielphase halten wir für eine Ein-Mana-Karte für unangemessen. Derart günstige Karten sollten nicht so vielseitig sein und in längeren Partien nicht mit teureren Karten konkurrieren können. Ohne das Sturmjägertalent werden blau-rote Decks etwas langsamer und lassen sich in der Endphase leichter besiegen.
Lessons-Decks sind eine blau-rote Variante, die sich seit dem Erscheinen in Standard dauerhaft beweisen konnte. Jeskai Lessons ist eine neue Entwicklung, die mithilfe von Tafel der Entdeckung und Jeskai-Offenbarung für eine starke Endphase in Partien sorgt. Es handelt sich um eine der blau-roten Varianten, bei denen das Sturmjägertalent normalerweise nicht zum Einsatz kommt – und sie hat die höchste Spielquote in Standard in MTG Arena. Um zu verhindern, dass Lessons-Varianten in der nächsten Standard-Rotation an die Spitze steigen, haben wir beschlossen, Gran Gran zu bannen.
Gran Gran ist eine mächtige Manaquelle für Lessons-Decks. Genau wie das Dachsmaulwurf-Junge erfordert sie aufgrund ihres Lawinen-Potentials eine schnelle Reaktion. Und genau wie Sturmjägertalent stellt sie für eine Ein-Mana-Karte eine unangemessene Bedrohung dar und bietet für ihre Kosten einen zu großen Vorteil für die Endphase einer Partie. Gran Gran ist etwas speziell, da Jeskai Lessons nur wenige Kreaturen enthält, was Gegenmaßnahmen gegen dieses Deck erschwert. Man muss sie kontern, aber das Entfernen von Kreaturen ist gegen das übrige Jeskai Lessons Deck eher schwach.
Mit dem Bannen dieser drei Karten wollen wie die Metagame-Vielfalt von Standard verbessern und das Format verlangsamen. Das größte Problem beim Gameplay in Standard ist die Geschwindigkeit. Die stärksten Karten und Strategien zwingen Decks, früher miteinander zu interagieren, um sich im Metagame messen zu können; dadurch werden Decks unter Druck gesetzt, ihre Manakurve so stark wie möglich zu stauchen. Decks mit dem Dachsmaulwurf-Jungen haben bewiesen, dass sie Partien schon im dritten Zug gewinnen können, meist spätestens im vierten oder fünften Zug. Izzet Prowess kann Partien ebenfalls in frühen Spielzügen beenden. Das ist schneller, als wir Standard haben wollen.
Das Magic-Designteam hat aus dieser besonderen Standard-Umgebung viel gelernt. Wir überprüfen Ein- oder Zwei-Mana-Karten, die eine Reaktion erfordern, deutlich genauer, um ein frühes Lawinen-Potential zu verhindern. Zudem haben wir uns intensiv Gedanken darüber gemacht, wie schnell das Standard-Format sein soll und wie wir Karten entwerfen können, um dies zu verwirklichen. Diese Anpassungen sind bereits seit einiger Zeit in Arbeit, und schon bald werden wir die ersten Sets sehen, in denen diese Erkenntnisse umgesetzt werden.
Pioneer
Von Arya Karamchandani
Keine Änderungen.
Es war eine ruhige Zeit für Pioneer. Während einige Decks hohe Spielquoten aufweisen, glauben wir, dass das Format derzeit ausgeglichen ist. Die zwei am häufigsten vorkommenden Archetypen sind momentan Izzet-Decks und verschiedene Decks mit dem Dachsmaulwurf-Jungen. Seit wir die Schneide aus Cori-Stahl gebannt haben, haben sich Izzet-Decks stark auseinanderentwickelt: Zwei der beliebtesten Varianten sind langsamere Lessons-Decks und bodenständige Prowess-Decks. Die Spielweise dieser Decks ist unterschiedlich genug, dass wir uns keine Sorgen um Homogenität in Pioneer machen. Wir behalten jedoch sowohl Ausreißer bei den Spielquoten über verschiedene Archetypen hinweg als auch die gesamten Sieg- und Spielquoten der Izzet-Decks im Auge, die derzeit in einem akzeptablen Bereich liegen.
Die andere äußert beliebte Kategorie sind grüne Decks mit dem Dachsmaulwurf-Jungen. Es gibt verschiedene Decks mit dem Dachsmaulwurf-Jungen, wobei Golgari Midrange am weitesten verbreitet ist. Während das Golgari-Deck häufig gespielt wird, ist seine Siegquote moderat, und es gibt deutlich ungünstige Matchups, weshalb wir glauben, dass die Beliebtheit dieses Decks kein Problem darstellt. Die Spielweise der vielen anderen Dachsmaulwurf-Junges-Decks fällt unterschiedlich aus: Es gibt aggressive Decks wie Selesnija Counters oder auf Kombos ausgelegte Decks wie Golgari Food und Scapeshift Combo. Keines dieser Decks hat eine problematische Sieg- oder Spielquote, sodass wir momentan keine Absicht haben, einzuschreiten. Wir werden das Dachsmaulwurf-Junge als Ausreißer im Auge behalten, falls die Sieg- oder Spielqoute eines dieser Decks über ein gesundes Maß hinauswachsen sollte.
Im Großen und Ganzen ist Pioneer ausgeglichen. Es gibt viele gut spielbare Decks, und bewährte Pioneer-Decks wie Mono-Rot-Aggro, Schmierzahn und Azorius-Kontrolle erzielen weiterhin gute Ergebnisse und können sich gegen Izzet- und Dachsmaulwurf-Junges-Decks behaupten. Wir sehen jede Woche gesunde Fluktuationen, und das Pioneer-Metagame unterscheidet sich in Magic Online und MTG Arena deutlich. In den letzten Monaten gab es nur wenige große Änderungen an diesem Format, und wir werden seine Entwicklung weiterhin im Bezug auf große Veränderungen im Auge behalten, da der kompetitive Druck in Zukunft zunehmen wird.
Modern
Von Carmen Klomparens
Keine Änderungen.
In Modern bahnt sich Innovation an.
Vor nur wenigen Wochen haben sich die besten Spieler der Welt in Amsterdam getroffen, um kompetitives Modern und Boosterdraft zu spielen. Das Resultat? Boros Energy und Affinity befanden sich in Sachen Beliebtheit an der Spitze des Metagames, es fiel ihnen jedoch schwer, diese Popularität in eine solide Siegquote umzumünzen. Viele der erfolgreichsten Decks des Wochenendes befanden sich in den Händen von Spielern, welche die Möglichkeiten des Formats ausloteten und neue Elemente in bestehende Decks integrierten. Eine neue Variante stach dabei besonders hervor.
Eine Neuinterpretation von Eldrazi Ramp namens Eldrazi Trudge verwendet Schlummernder Stampfer und Kampfmanipulation, um neben der gewohnten Unvermeidbarkeit, die sich aus vielen starken Ländern zusammen mit Eldrazi-Kreaturen ergibt, bereits in der Anfangsphase eine bedrohliche Präsenz zu entwickeln. Unter anderem registrierten einige Mitglieder von Team Moriyama Japan dieses Deck und waren damit sehr erfolgreich: Sie erzielten im Event eine Siegquote von 65 %. Der einzige andere Archetyp beim Event mit einer bedeutenden Menge an Spielern, der mehr als 60 % der Partien gewann, war Simic Neoform.
Wenn eine derartige Siegquote für einen der beiden Archetypen bestehen bliebe, würden wir uns Sorgen machen. Modern ist jedoch ein Format, das seit jeher von gegensätzlichen Kombinationen geprägt wurde; wir haben schon oft Decks erlebt, die äußerst erfolgreiche Wochenenden hatten, bevor sie kurz darauf wieder in Vergessenheit gerieten. Die Pro Tour Am Rande der Ewigkeiten letztes Jahr war ein Paradebeispiel dafür, als Mono-Blau Belcher als einziges Deck mehrere Spieler in die Top 8 brachte, seitdem jedoch aus dem Metagame verschwand. Unseren Beobachtungen auf Magic Online seit der Pro Tour zufolge scheint Eldrazi Trudge auf dem besten Weg zu sein, ein fester Bestandteil eines sich organisch entwickelnden Metagames zu werden.
Das zuvor angesprochene Neoform ist jedoch ein Deck, das wir genau im Auge behalten.
Neoform war in Modern mal mehr, mal weniger beliebt – genau das wollen wir sehen. Es kann jedoch Anlass zur Sorge geben, wenn die Anzahl der Wochenenden, an denen dieses Deck beliebt ist, im Laufe der Zeit zunimmt. Das Deck nutzt den Allosaurusreiter, um eine Kreatur mit einem hohen Manabetrag ins Spiel zu bringen, und opfert sie dann mit Neuformung oder Unheimliche Evolution, um eine andere große Kreatur ins Spiel zu schummeln. Danach gewinnt es meist durch weiteres Austricksen des Manasystems.
Eine solche Strategie, welche das Regelsystem von Magic ausnutzt, finden wir an sich cool, und wir freuen uns, wenn innovative Spieler versuchen, diese Decks in die kompetitive Szene zu bringen. Dredge und Lantern Control sind ähnliche Decks, die aufgrund ihres äußerst verblüffenden Einsatzes von Karten Kultstatus erreicht haben. Neoform hat neben seiner Neuheit ein weiteres Problem: Spielkompression. Weil es um Alles oder Nichts geht und das Deck im zweiten Zug gewinnen kann, besteht die Sorge, dass das Deck Modern verschlechtert, wenn es mit zehn Prozent oder mehr des Metagame-Anteils in einem Modern-Turnier zu einem dauerhaften Bestandteil wird.
Wir glauben jedoch nicht, dass es momentan auch nur annähernd so weit ist.
Insgesamt scheint Modern ein Format zu sein, in dem jedes Deck ausgenutzt und besiegt werden kann, und wir freuen uns, dass unsere nicht-rotierenden Formate derartige Selbstkorrektur zeigen. Wir wissen es zu schätzen, wie sehr sich Standard-konforme Karten in den letzten Jahren in Modern etabliert haben, und wir sind gespannt darauf, was Magic: The Gathering | Der Hobbit™ mit sich bringen wird.
Legacy
Von Carmen Klomparens
Das Fantasticar ist gebannt.
Seit dem Release von Magic: The Gathering | Marvel Super Heroes haben es viele Karten in die nicht-rotierenden Formate von Magic geschafft. Eine Karte steht dabei an der Spitze in Legacy und Vintage: Das Fantasticar.
Als Das Fantasticar zuerst vorgestellt wurde, dauerte es nicht lange, bis es der Community ins Auge fiel. Seine Kosten sind gering, es ist äußerst explosiv und passt gut zu den vielen Synergien, die Eternal-Formate ausmachen. Trotz seiner frühen Aufmerksamkeit ist Studio X eher zurückhaltend bei präventiven Maßnahmen gegen Karten in Eternal-Formaten. Wir haben umfangreiche Möglichkeiten, um bestimmte Strategien zu kontern. Für viele Spieler stellt das hohe Powerlevel dieser Formate ihren Reiz dar.
Allerdings hat sich herausgestellt, dass es nahezu unmöglich ist, Das Fantasticar mit einer einzigen Reihe von Karten anzugehen, da es in so vielen verschiedenen Varianten vorkommt.
Doomsday ist die natürlichste Umgebung für Das Fantasticar, da das Deck darauf ausgelegt ist, jede Menge kostenloser Zaubersprüche zu spielen, und zudem die ideale Wahl für Schwarzer Ritus ist. Seit Das Fantasticar erschien, sind die Sieg- und Spielquote des Decks in den letzten Wochen erheblich gestiegen. Kombodecks sind jedoch nicht die einzigen, in denen sich Das Fantasticar breitgemacht hat.
Ein ausgewogeneres Dimir-basiertes Deck, das liebevoll „UBer“ genannt wird, hat in den letzten Wochen fast sofort Erfolg gehabt. Genau das wollen wir bei Kombodecks normalerweise nicht sehen. Dieses Deck könnte eine faire Strategie nachahmen, während es gleichzeitig mit einer Kombo droht, welche fast die gesamte Partie beenden kann. Wir haben lange versucht, genau dieses Problem mit Dimir Reanimator anzugehen, bis wir uns letztendlich entschieden haben, Einbuddeln zu bannen.
Du willst schnell gewinnen? Dann musst du dich zuerst durch Gedankenergreifung und alle anderen kostenlosen Gegenzauber kämpfen, die blauen Decks in Legacy zur Verfügung stehen. Willst du stattdessen die Partie verlängern? Viel Glück dabei, dich durch die faire Auswahl an Kreaturen von UBer zu kämpfen.
Es gibt noch andere Decks, die auf der Schneide zwischen „fair“ und „Kombo“ stehen.
Die Tatsache, dass Das Fantasticar in All-in-Kombodecks, ausgewogeneren blauen Decks und sogar in farblosen Artefakt-Decks erfolgreich ist, macht deutlich, dass es keine universellen Konter gegen Das Fantasticar gibt. Wir haben es in über einem Dutzend verschiedener Archetypen gesehen und sind angesichts dieser Allgegenwärtigkeit äußerst besorgt.
Zwar ist es nicht unbedingt ein Problem, wenn Karten aus ergänzenden Produkten im Legacy-Format auftauchen, das Ausmaß dieser Auswirkungen geht jedoch für Karten aus einem beliebigen Release zu weit. Wir verbessern die Entwicklung neuer Magic-Karten stets und haben in unseren Spieldesign-Prozess neue Schritte implementiert, die nur für nicht-rotierende Magic-Formate gelten. Wir sind zuversichtlich, dass die neuen Heuristiken, die wir seit dem Entwicklungszyklus von Das Fantasticar anwenden, künftige Designs erkennen werden, die in Eternal-Formaten ein ähnliches Risiko bergen.
Wir nähern uns der Zeit des Jahres, in der Eternal-Turniere an den Wochenenden bei unseren Entscheidungen im Vordergrund stehen. Wir wollen, dass Spieler bei diesen Turnieren Spaß haben und Eternal-Magic gemeinsam genießen können. Sowohl aufgrund der Allgegenwärtigkeit als auch des Powerlevels gehen wir lieber heute als morgen gegen Das Fantasticar vor. Wir freuen uns darauf, einen Einblick in das Legacy-Format nach dem Bannen des Kandelabers von Tawnos zu erhalten, ohne dass Das Fantasticar die Partien auf breiter Front verkürzt.
Vintage
Von Eric Engelhard
Das Fantasticar ist eingeschränkt.
Wir schränken Das Fantasticar in Vintage ein.
Bei unserer letzten Diskussion über Vintage stimmten wir zu, dass Das Fantasticar ein hohes Risiko aufweist, in diesem Format zu einem Problem zu werden. Dieses Risiko ist nun eingetreten, da die ohnehin schon starke Version von Shops mit dem Stierenden Fleischschaber ein idealer Einsatzort für diese Karte ist.
Während es nicht überraschend ist, die Karte neben Mishras Werkstatt im Spiel zu sehen, ist es äußerst beunruhigend, wie sehr sie dieses Deck verstärkt und das Format verändert, selbst wenn Das Fantasticar in Decks ohne die Werkstatt auftaucht.
Wir prüfen neue Karten zwar im Kontext von Vintage und Legacy, doch diese Karte zog in diesen Formaten keine Aufmerksamkeit auf sich und schaffte es durch unser damals geltendes, normales Prüfverfahren. Wie bereits erwähnt wäre sie heute aufgefallen und markiert worden, da wir strengere Richtlinien für diese möglichen Auswirkungen haben.
Wir sind zuversichtlich, dass eine Einschränkung jetzt dazu beitragen kann, ihre Allgegenwärtigkeit im Format einzudämmen. Das Fantasticar wird unserer Meinung nach in einigen Decks weiterhin als Einzelkarte auftauchen, aber es sollte schwieriger sein, ein ganzes Deck um die Karte herum aufzubauen. Wir hoffen, dass das Format wieder eine ähnliche Form wie zuvor annimmt, die wir als ausgewogen empfanden. Es war ein heißer Sommer, aber wir freuen uns darauf, Vintage später in diesem Jahr bei Eternal Weekend Events zu sehen!
Pauper
Von Gavin Verhey
Keine Änderungen.
Das Pauper-Formatgremium hat sich letzten Monat das Format im Ganzen angesehen und ein Auge auf die Karte Verstohlene Naschkatze geworfen, insbesondere in Bezug auf ihre Quoten in großen Store-Events. Das Format sieht sehr vielfältig aus, und Naschkatze-Decks nehmen bei weitem keinen großen Anteil des Metagames ein. Als Resultat gibt es derzeit keine Änderungen.
Das versuchsweise Entbannen des Bynder-Ornaments lief gut, und die Karte ist in einigen Decks wieder im Spielbetrieb; sie hat sich jedoch weitgehend wieder normalisiert und ist zu einer normalen, spielbaren Karte geworden. Wir freuen uns, dass das Bynder-Ornament momentan in Pauper bleiben wird.
Eine längere, detailliertere Erklärung findest du in diesem Artikel.
Alchemy
Von Dave Finseth
Keine Änderungen.
Neue Karten, die mit Alchemy: Strixhaven eingeführt wurden, fanden schnell ihrem Platz im Format. Der Skalar-Scholar passte perfekt zu grün-blauen Decks, die sich auf mächtige Zaubersprüche mit X-Kosten wie Kunstvolle Imitationen oder Weitreichende Wiederanwendung konzentrieren. Zudem wurde ein blau-rotes Deck beliebt, das auf teure Spontanzauber und Hexereien setzt, indem es Inspirierende Staffelei und Tafel der Entdeckung nutzt, um schnell Mana aufzubauen, und dann das Gipfelfest als Höhepunkt einsetzt. Beide Decks bringen neue, einzigartige Strategien für Alchemy.
Historic
Von Dave Finseth
Keine Änderungen.
Historic war über die letzten Monate hinweg stabil, seit es bei der Arena Championship präsentiert wurde. Obwohl das Format nach wie vor unglaublich vielfältig ist, gibt es einige kompetitive Decks, die sich gegenseitig in Schach halten. Ein Großteil des Metagames besteht aus Strategien, die auf Zaubersprüchen basieren, wie Ruby Storm und Izzet Wizards, was zur Beliebtheit von High Noon Kontrolldecks führte. Wir behalten Ruby Storm im Auge, da es kürzlich mit der Hexenmagie einen neuen, mächtigen Kartenvorteil erhalten hat.
Darüber hinaus haben Reanimator-Strategien an Beliebtheit gewonnen und bieten im aktuellen Metagame eine weniger polarisierende Alternative. Diese Decks nutzen Schwarze Kunst und Leben // Tod, um massive Bedrohungen wie Atraxa, Große Vereinerin oder die Heilige Elenda aus dem Friedhof zurückzubringen.
Timeless
Von Dave Finseth
Keine Änderungen.
Am stärksten Format in MTG Arena gab es seit der letzten Ankündigung kaum Änderungen. Die kompetitivsten Decks halten sich gegenseitig in Schach, während ihre Beliebtheit fluktuiert. Derzeit sind Strategien mit Einbuddeln und Reanimation am beliebtesten, obwohl sie gegen Kontrolldecks schwach sind. Wir werden Trends in Timeless weiterhin im Auge behalten, für den Fall, dass sich ein bestimmter Archetyp regelmäßig an die Spitze kämpft – das ist bisher jedoch nicht passiert.
Brawl
Von Dave Finseth
Keine Änderungen.
Im Juni haben wir einschneidende Maßnahmen ergriffen und sechs Karten in Brawl gebannt. Wir waren strenger bei effizienter Manabeschleunigung, kostengünstigen Gegenzaubern und Karten, die leicht zusätzliche Züge ermöglichen. Das Spieler-Feedback zu diesen Änderungen war überwältigend positiv, und unsere Daten deuten auf eine vielversprechende, gesündere Zukunft für Brawl hin.
Heute gibt es keine weiteren Änderungen; wir halten es für wichtig, Spielern zusätzliche Zeit zu geben, um das Format zu erkunden. Wir haben intern andere Einzelkarten überprüft und darüber diskutiert, jedoch hat sich keine als Ausreißer in Sachen Sieg- oder Spielquote hervorgetan.
Was das Matchmaking betrifft, so haben unsere jüngsten Änderungen die Wartezeiten im Durchschnitt um etwa vier Sekunden verlängert, was jedoch den Anteil der Partien gegen Commander mit ähnlichem Powerlevel erhöht hat. Wir halten das für einen guten Kompromiss, werden das Matchmaking jedoch weiterhin anhand verschiedener Statistiken überwachen, um allen Spielern unterhaltsame Magic-Partien zu bieten.
Kompetitives Brawl
Von Dave Finseth
Keine Änderungen.
Wir freuen uns darüber, wie ausgeglichen Kompetitives Brawl seit seinem Release geworden ist. Derzeit macht kein Commander mehr als ein Prozent des Metagames aus, und die Siegquoten für die kompetitivsten Decks halten sich gegenseitig im Rahmen. Zudem probieren viele Spieler Commander aus neuen Sets kurz nach deren Release aus. Kompetitives Brawl bietet jede Menge Möglichkeiten zum Experimentieren und zur Weiterentwicklung! Wir sind gespannt darauf, wie sich das Metagame entwickelt wird, und werden definitiv eingreifen, falls es nötig wird.





